Donnerstag, 27. Mai 2010

Heut mal wieder ein Vorher / Nachher


 

"So auf Wunsch meiner Frau, werd ich bezüglich der Bearbeitung auch noch ein paar Worte verlieren!"
Auf dem 1ten Bild, seht Ihr das reine Ausgangsbild, so wie es aus der Kamera kam! Kein wirkliches Meisterwerk, da ich 1 Blitz noch hätte nutzen sollen! Hab ich leider nicht, wollte ihn aber im Bild haben, das Ergebnis seht ihr im letzten Bild! Das 2te Bild ist die 1te Raw-Konvertierung in ACR! Das 3te Bild ist eine Kontraststeigerung via einer neuen Ebene im Modus weiches Licht! Danach kam eine kleine Hautretusche und einige Farbkorrekturen! Mittels Dodge & Burn wurde modelliert und der vergessene Blitz imitiert! Danach kam noch ein letzter kurzer Schliff und fertig war das Bild!

Wer es in Großansicht sehen möchte geht aufs Portfolio und betrachtet es dort gern genauer!

Über Anmerkungen und Kritik würde Ich mich sehr freuen!

Lieben Gruß
Micha

Donnerstag, 20. Mai 2010

Mieten von Ausrüstung!

Eigentlich steh Ich jedesmal vor der Frage... "Was brauch ich heute zum Fotografieren?"
Oftmals reichen wenige Ausrüstungstücke aus, um gute Foto´s zu erstellen! Andererseits macht man sich ja Gedanken zum Aufnehmen des Foto´s und stellt fest. "Mist, genau das Equipment fehlt mir um das so umzusetzen, wie gedacht oder aufgegeben wurden ist!"

Muss man sich das nun gleich anschaffen?!
Ich sage NEIN!

Ich verfolge immer wieder begeisterte Amateure, die schon nach einen halben Jahr ihrer neuen Kamera, diese wieder verkaufen wollen, um sich ein neueres Gerät anzuschaffen! WOZU?!?
Viele sind nicht mal in der Lage ein durchdachtes vernünftiges Foto zu schießen! (Bitte fühlt Euch jetzt nicht angegriffen, es ist nur meine Meinung)
Wer sich aber mehr mit dem Thema interessiert, den kann ich den heutigen Beitrag von Martin Krolop empfehlen, der sich intesiv mit dem Thema Ausrüstungswahn beschäftigt!
http://www.krolop-gerst.com/blog/fashion_for_beginners/beginner-peoplefotografie-stop-den-ausrustungswahn/

Davon angeregt, wollte Ich eine Lösung aufzeigen oder einen Tip geben!

Ich halte es für absolut unpraktisch, wenn ich ein wahnsinniges Aufgebot an Kamera´s, Objektiven und anderer Ausrüstung "rumliegen" hab! Ich sage mit Absicht rumliegen, weil es bei den meisten so ist! Geht Ihr etwa zu einem Fotoshooting mit 5 Objektiven, 3Kamera´s usw.!? Also ich nicht...
Ich habe 3 Objektive, davon ist eines ein Kit-Objektiv was ich eher selten nutze! Meine anderen 2 nutze Ich immer! Je nach Art des Shootings nehme ich auch mal meine 2te Kamera als Backup mit, muss aber nicht immer sein! Seht es bitte als meine Meinung an, nicht als Non-Plus-Ultra Lösung für Jeden!

Die bessere Lösung halte ich, wenn doch nötig, für das Anmieten oder Ausleihen von gewissen Ausrüstungsgegenständen! Es erlaubt mir auch mal mit anderer Ausrüstung zu fotografieren, wie zum Beispiel eines Mittelformat-Systems, welches mir derzeit finanziell unmöglich zu erschwingen wäre! Aber auch ein Zugang zu Spezialobjektiven, oder Lichtformern wie zum Beispiel eines Ringblitzes, den Ich im Jahr nur selten benötigen würde!
"Hatte Ich bis jetzt noch nicht einmal, aber für dieses Jahr hab ich mir das auch mal vorgenommen!" :-D

Bei Auftragsarbeiten im übrigen können die Mietkosten für Equipment, in den meisten Fällen an den Kunden weitergegeben werden. Ihr bleibt also von den Kosten verschont , so schreibt zumindest der Autor Michael Gelfert in seinen Buch "Fashion Fotografie"! Seine Gedanken möchte Ich mit einbringen und durch eigene Erfahrungen ergänzen!

Vorteile des Anmietens/Ausleihens:
  • vorheriges testen von Ausrüstung, vor dem eigentlichen Kauf (finde Ich sehr wichtig, denn so kann eine Entscheidung leichter fallen, ob ich es überhaupt benötige)
  • besondere Aufnahmen, die so nicht möglich gewesen wären (natürlich mit dem vorhandenem Wissen, da, Ihr wisst es ja schon, das Equipment nur beiträgt und nicht das Foto macht!)
  • meist in jeder Großstadt habt Ihr die Möglichkeit des Leihens von Equipment, aber auch ein Fotopartner oder Bekannte können aushelfen (wenn ich mich gerade wieder in München aufhalte komme Ich auch relativ einfach an Equipment, das Ich ab und zu benötige)
Nachteile des Anmietens/Ausleihens:
  • je nachdem wo ihr anmietet (regional gesehen, oder Anbieter) kommt es zu relativ großen Preisschwankungen zwischen den gleichen Teilen (so gab es in München auch in verschiedenen Läden, das Gleiche Equipment, aber zu unterschiedlichen Preisen)
  • da wo es meist günstiger ist, war das Material schon häufiger verliehen (kann passieren, das Ihr das gewünschte Material dann nicht bekommt, ein vorheriger Anruf schafft Abhilfe)
  • ihr könnt auch je nach Anbieter nicht alles bekommen, vielleicht fehlt genau Euer gesuchtes Equipment (Listen ansehen, Anrufen und Nachfragen kann auch hierbei helfen)
  • das für mich persönlich größte Problem stellt für mich dar, wenn ich Wo anders anmiete, wie bei mir zum Beispiel in München und fotografieren muss ich dann in Sachsen, kommt ein wahnsinniger Aufwand des Transportes dazu, zeitlich gesehen, da ich den nunmal mitzahlen muss als Mietzeit
Trotz alldem lohnt sich das aus meiner Sicht allemale, da es immer noch günstiger bleibt als ein Neukauf bei gewissen Ausrüstungsteilen!

Wo miete Ich an?!

Das bleibt in der Regel Euch überlassen, das kann Ich schwer sagen! Ein Blick ins World Wide Web hat mir da schon häufig geholfen!
Ich persönlich gehe in München meist zum CALUMET (http://www.calumetphoto.de//)! Sie haben ein relativ großes Angebot an Equipment zu relativ fairen Preisen! Was Ich aber am Besten finde, ist eine fachgerechte Beratung, die Ihr nicht immer überall erhaltet! Meist bekommt Ihr auch wertvolle Tips von den Verkäufern, die Euch auch andere Möglichkeiten aufzeigen!
Ich hänge euch mal eine Liste an, da könnt ihr ja preislich mal schauen, was es euch kosten könnte!
http://www.calumetphoto.de/pdfs/de_rent_2010.pdf

So für heute aber genug!
Ich hoffe Ich konnte euch hiermit auch mal einen Tip geben!

Viele Grüße
Micha

Dienstag, 18. Mai 2010

Umfrage gestartet!

Um die nächsten Themen planen zu können, möchte ich Euch wieder mal beteiligen!
Zu Eurer rechten Seite, befinden Sich die Themengebiete! Ihr dürft gerne auch mehreres anklicken, wenn es Euch interessieren sollte!
Laufen lasse Ich die Umfrage erstmal bis 30.05.2010!
Ich würde mich aber auch freuen, wenn Ihr Themenvorschläge habt, die Euch genauer interessieren!
Schreibt mir doch eine E-Mail oder einen Kommentar unter den Post!

Viele Grüße
Micha

Dienstag, 11. Mai 2010

Eigene Bildkritik im Nachhinein muss sein!

Angeregt durch ein Video von Martin Krolop http://www.krolop-gerst.com/blog/
möchte ich mich heute mal mit dem Thema Bildkritik im Nachhinein befassen!

Etwas gleich vorweg. Bis vor kurzen hab ich im Studio noch via Histogramm die Belichtung meiner Bilder vorgenommen! Das ist mühselig, zeitaufwendig und nicht wirklich zielführend, da ich das vorhandene Licht immer subjektiv aus den Balkendiagramm abgelesen habe!

Das ändert sich ab jetzt, da ich mir einen vernünftigen Belichtungsmesser zugelegt habe! Ich möchte darauf nun nicht mehr verzichten, da ich auch ohne ein Model hinzustellen sofort objektiv die vorhandene Lichtmenge ablesen kann!

Mein Tip:
"Wer im Studio arbeitet, kommt früher oder später um einen Belichtungsmesser nicht herum!"

Nun aber zum eigentlichen Thema!
Nun geht es wahrscheinlich jedem so, das man bei der Betrachtung der Bilder im nachhinein auf einmal Fehler entdeckt, die man hätte nicht machen sollen, oder die einem wenigstens hätten als Fotograf auffallen sollen!
So auch bei mir...
Jetzt kann der eine zwar wieder sagen, das Photoshop gewisse Sachen retten kann. Aus meiner Sicht, kann es aber nicht Sinn und Zweck sein, das ich im Nachhinein ewig bearbeiten muss um meine Patzer beim fotografieren verschwinden zu lassen!
Darum greif Ich mir heute mal ein Bild aus einer Serie heraus und werde mal Fehler betrachten und aufzeigen, sowie was mir besonders gut gefällt!

Hier das Beispielbild:

Das Bild ist "Out of Cam" und wurde mit 5 Blitzen aufgenommen!
1 Hauptlicht, in Form einer Octabox hinter mir! 2 Streiflichter, in Form von 2 Striplights schräg hinter dem Model. 1 Haarlicht, welches eine kleine Octabox war über dem Model! Und der letzte Blitz war ein Normalreflektor mit Grid (Wabe) für den Hintergrund!

Das als Eckdaten für die nun folgende genauere Betrachtung des Bildes!

Fangen wir am besten mit den negativen Punkten an!

Was gefällt mir nicht:
  1. Die Ausleuchtung des Hintergrundes! Gewollt war eine spotartigere Ausleuchtung hinter dem Model. Ich hätte also besser einen Tubus als Aufsatz für den Blitz nutzen sollen!
  2. Ich hätte statt der Octabox, lieber einen Dish nehmen sollen, der die Plastität des Models, sowie der Kleidung besser zur Geltung gebracht hätte.(Natürlich schräg von oben) Dies hätte aber einen Verlauf auf das Model gezaubert. Ich denke in dem Fall wäre ein 6ter Blitz mit Dish als Hauptlicht und der Octabox als Fülllicht die bessere Lösung gewesen. Hab ich aber nicht gesehen, also muss ich damit leben.
  3. Der Fall des Kleides unten! Durch den weiten Fall und dem relativ engen Bildausschnitt kommt es dem Betrachter so vor, als wenn das Model doch relativ kräftige Hüften hat, was in Wirklichkeit nicht so war!
  4. Der kleine Finger Ihrer linken Hand, ist abgespreizt!
  5. Der Faltenwurf auf Brusthöhe, hätte besser gelegt sein können! Aber auch das hab ich nunmal nicht gesehen!
Doch nicht alles ist ja gleich schlecht!


Was hat mir gut gefallen:
  1. Die eng angelegten Haare, lassen Effektlichter gut zur Geltung kommen und trennen das Model optimal vom Hintergrund ab.
  2. Der direkte Blick in die Kamera, spricht den Betrachter direkt an!Ich finde gerade solche Blicke in die Kamera extrem faszinierend, weil ich mich sofort als Betrachter angesprochen fühle
  3. Der intensive, aber doch distanzierte Blick des Models, passt gut mit der Farbichkeit des Bildes zusammen, die durch Grau- und Blautöne eine kühle Stimmung unterstreichen
  4. Der Nasen- sowie der Kinnschatten fallen meiner Meinung nach optimal und sitzen schön zentral. Einzig und allein das die Lichtcharacteristik hätte stärker sein können, stört mich hier!
  5. Was mir noch gut gefällt ist das anstellen der Arme.Dadurch finde ich den Bildschnitt optimal genutzt und unterstreiche den grazielen Körper meines Models!
  6. Was ich sonst noch gut finde, ist der enge Schnitt oben, sowie unten, wobei man dabei eben das Outfit beachten sollte.
Alles in Allem gefällt mir das Bild recht gut! Dennoch muss Ich gestehen, das mir 2-3 größere Patzer hätten auffallen sollen!
So ist das nunmal...Aber man muss seine Bilder eben auch mal nieder machen können!!!

Ich hoffe Ihr konntet aus diesem Beitrag auch etwas für Euch mitnehmen und betrachtet Eure Werke auch mal aus einem anderen Licht!
Mir hats zumindest wieder geholfen, gerade was konstruktive Kritik angeht, denn nur ein "schlecht machen" eines Bildes bringt demjenigen wenig. Besser Ihr sagt ihm auch, was Ihr anders gemacht hättet und auch warum!

In dem Sinne,
Alles Gute
Micha

Montag, 10. Mai 2010

Neue Portfolio-Bilder

Heute ein relativ kurzer Blog!
Es geht um die vor einiger Zeit angekündigten Aufnahmen aus dem Blog: http://germangothicarts.blogspot.com/2010/04/fotoshooting.html
Ein paar Impressionen sind in mein Portfolio aufgenommen wurden! Also ruhig mal schauen gehen!

Bildbesprechung:
In nicht allzu ferner Zeit, werde ich hier mit euch mal ein Bild von A-Z durchsprechen! Dies auch mal mit eigener Kritik, um euch Fehler meinerseits auch nahe zu bringen!
Was Ich mit Kritik der eigenen Bilder meine, werde Ich in einem extra Post erklären, weil ich dieses doch sehr kontroverse Thema, sehr spannend finde und Ich gerne Eure Meinung dazu hätte!

Bis dahin, Alles Gute
Micha

Montag, 3. Mai 2010

Weniger ist manchmal mehr!

Heute seit einiger Zeit mal wieder eine Erklärung, wie das nebenstehende Bild aufgenommen wurde und weiterverarbeitet wurde!

Wie der Titel des Posts schon erkennen lässt, handelt es sich hierbei um eine Aufnahme mit relativ wenigen Mitteln. Und so war es auch! Zum Einsatz kam eine einzige Lichtquelle!
Ach ja auf dem Bild, das bin ICH...Merkwürdig?!Warum denn kein Model! Naja man hat halt spontan nicht immer ein Model zur Hand, oder hat Zeit. Natürlich wäre es die bessere Lösung gewesen, denn als Model eigne ich mich nicht so wirklich!
Aber darum ging es garnicht! Vorrangig ging es um die Aus- und Weiterbildung meines Assistenten, nicht um die tollsten Foto´s. Technische Verfeinerung und Fehleranalyse standen im Vordergrund!

Das soweit zum Hintergrund, in welchem Rahmen das Bild entstanden ist!

Einstellungen der Kamera: ISO 100, 1/125sec, f 8,0

Das hierbei eingesetze Hauptlicht richtete sich nach dem von uns gewünschten Effekt der Aufnahme! Wir wollten zum einen einen relativ harte, aber nicht zu harte Ausleuchtung! Deshalb kam für uns der Dish, als Lichtformer in Frage! Diesen setzen wir oberhalb leicht versetzt von mir als Model ein, um einen Schlagschatten im Bild zu erzeugen und somit dem Bild Tiefe geben!

Die Stärke des Blitzes haben wir auf eine Arbeitsblende f 8,0 eingemessen, da der Hintergrund im Bild scharf abgebildet werden sollte!

Wer genau hingesehen hat, erkennt das auf der Brille keine Reflektionen des Blitzes erkennbar sind. Doch wie ist das möglich...
Das ist relativ einfach...Blitz einfach höher angebracht!

Für etwas härtere Ausleuchtung oder noch spotartigere Ausleuchtung, empfehle ich den Einsatz einer Wabe am Dish oder vielleicht sogar einen Tubus! Die Wabe richtet das Licht, schafft aber einen noch stärkeren Helligkeitsverlauf auf dem Model. Das war bei uns aber nicht nötig, da der Blitz relativ nahe am Model stand und dieser Verlauf so eh schon zustande kam!

Am Ende noch das bearbeitete Bild:
Der Lichtabfall wurde mittels Photoshop weiter herausgearbeitet um den Blick des Betrachters noch stärker in Richtung Gesicht zu lenken. Durch die Schwarz-Weiß-Konvertierung wurde das Bild meiner Meinung nach weiter dramatisiert und fesselt den Betrachter!

Lieben Gruß
Micha