Donnerstag, 3. Mai 2012

Eindrücke von der Kamerabörse Leipzig

Es ist frisch, aber der Himmel klar, als ich Mario von zu Hause abgeholt hab. Die etwa 1 ½ Stunden Fahrt verliefen eher ruhig. Aber ich schätze insgeheim, dass wir wohl beide ein wenig  angespannt waren und auf einen erfolgreichen Tag hofften. Und dabei meine ich nicht nur, dass wir vielleicht einen kleinen Schatz ausheben können oder vielleicht finden konnten, sondern dass wir uns mit Gleichgesinnten ein wenig austauschen können. 
Unsere Erwartungen waren dementsprechend hoch, da wir nun auch nicht jeden Tag zu solchen Veranstaltungen fahren. 
Von der Autobahn abgefahren führte uns das Navi in Richtung Airport-Hotel, bei dem unsere Reise durch einen merkwürdigen Unfall vorerst unterbrochen werden sollte. Nachdem wir dann das Gelände im riesigen Bogen umfahren haben führte uns das Navi auf direktem Weg  nach Schkeuditz in die Innenstadt. Doch unsere anfängliche Freude auf die Kamerabörse wurde schnell ausgebremst, denn wir fuhren von einer zur anderen menschenleeren Straße. 

Echt komisch dieses Schkeuditz...

Und ähnlich diesem ersten Eindruck verlief auch der Eintritt in die „Halle“ der Börse. Ooohhhh,  hier muss man auch vorsichtig sein, denn von einer Halle würde ich jetzt auch nicht sprechen wollen, eher von einem großen Raum. Von dem erhofften „Freunden der Photographie“ und den reichhaltigen Händlern fehlte jede Spur. Wenn letztendlich 12 Händler da waren, dann wären es aber schon echt viele gewesen. Von einem Publikumsmagneten war diese Veranstaltung leider auch weit entfernt.

Aber auch dies hielt uns nicht ab, die Halle mehrmals abzulaufen und ein wenig in den angebotenen Kameras, Zubehör, Büchern und Ähnlichem herumzuwühlen. So hätten Enthusiasten einige interessante Kameras der Firma Voigtländer, das ein oder andere BRESSA-Model oder auch die PRAKTIKA-Sammlung erweitern können. Aber auch Modelle der Firma POLAROID, welche teils in einem echt guten bis hervorragenden Zustand waren, hätten ein neues Zuhause gesucht. 
An einem der Stände haben Marios Augen Bände geschrieben. DIESES Leuchten in seinen Augen, ist sicherlich auch schon ein Stück her, hätte ihn fast verraten, dass er mit sich kämpfte. Der innere Schweinehund, vielleicht aber auch die Vernunft siegten aber über die Versuchung eine wunderbare Polaroid SX 70 doch an sich zu reißen.  

Der Schwerpunkt der Angebote war mit Sicherheit auf der ANALOGEN Technik. Aber auch Digital-Photographen hätten auf ihre Kosten kommen können. So fanden wir neben digitalen Belichtungsmessern, digitalen Nikon- und Canon-Kameras, Bücher über Photoshop, Bildbearbeitung mit Paint allerlei Nützliches und Unsinniges.

An einem der liebevoll sortierten Tische fand zumindest eine Suche für mich ein Ende; nämlich die Suche nach einem Spotmesser. (Dazu aber in einem der nächsten Beiträge mehr) Nur so viel sei verraten, es war ein echtes Schnäppchen für den Zustand dieses Modells. 
Direkt nach dem Kauf musste dieser natürlich direkt auf seine Funktion hin geprüft werden. Also gingen wir beide raus und versuchten unser Glück an den verschiedensten Aufnahmemöglichkeiten rund um den Marktplatz. Die Ergebnisse überzeugten uns sofort.

eingemessen auf Zone V und auf Zone VII korrigiert (etwa 2/3 bis 1 ganze Blende vom eingemessenem Wert)  
eingemessen auf Zone V und auf Zone VII korrigiert (etwa 2/3 bis 1 ganze Blende vom eingemessenem Wert)  
Zusammenfassend möchten wir festhalten, dass es ein von den Eindrücken geteilter Samstag war, der leider nicht in alle unsere Erwartungen erfüllte. Gerade der Austausch mit Gleichgesinnten/Profis/Sammlern/Enthusiasten/Einsteigern, der uns eigentlich sehr am Herzen lag kam ja leider gar nicht zu Stande. Trotz dieser Bilanz haben wir uns vorgenommen die nächste Kamerabörse, auf der Suche nach Schnäppchen und den erhofften Gleichgesinnten, wieder anzusteuern.