Montag, 4. Juli 2011

Gedanken-1: FORDERND & FÖRDERND gleichermaßen

Quelle: www.canon.de
Hallo liebe Leser und einen wunderschönen Start in die neue Woche! Es hat einen Moment gedauert mit dem neuen Post, dies hatte verschiedene Gründe.
Zum einen hat uns die Vorbereitung des Workshops einiges an Zeit gekostet, den wir aber leider wegen Absagen von Teilnehmern und den dazu führenden zu wenig Interessenten zum geplanten Termin ausfallen lassen mussten.
Davon lassen Wir uns natürlich nicht unterkriegen und sind schon jetzt an der Planung eines neuen Termins dran. Vielleicht klappt es dann bei dem ein oder anderen, den die Infos erst zu spät erreicht haben.

Nun aber zum heutigen Thema:

Angespornt vom "The Impossible Projekt" (Krolop & Gerst), aber auch von Mark Benini, die jetzt nur als Beispiele dienen (es gab noch einige mehr), ist bei mir die Lust nach dem Analogen Bild neben dem digitalen Part neu entflammt. Als Ich Mario davon erzählte, kam von ihm nur positive Resonanz. Also reingreifen in die Vitrine und die Guten Stücke mal abgestaubt.
Eine Aufgabe musste her.
Wir wollten ein Bild analog erstellen, dass ursprünglich in der digitalen Welt mit viel Aufwand in der Bildbearbeitung entstand (Es geht im folgendes Bild) aber auch von der Lichtsetzung schon etwas komplexer war!
Worauf kommt es nun aber an? Was mussten wir genaustens beachten? ....Bewusstere Planung beim Lichtsetzen, genaues einmessen der Blitzleistung, besseres Steuern der Posen,Mimik und Gestik!

Meine Anfänge in der Analogen Fotografie, hatten weniger was mit bewussten Fotografieren zu tun, umso mehr hatte ich mich gefreut als das digitale Zeitalter einsetzte. Nur muss ich jetzt sagen, dass sich die Zahl meiner Auslösungen wahnsinnig nach oben geschraubt hatten/haben. Häufig drückte ich den Auslöser meiner Kamera, ohne bewusst tiefgründig auf das Motiv einzugehen.
Zu wissen, dass man bei einem Kleinbildfilm eben nur 36 Bilder, im Mittelformat (beispielsweise Format 6*7 auf 120er Rollfilm) sogar nur 10 Aufnahmen machen kann, ist schon was Anderes.

Zusammengefasst muss man hier schon sagen... Analoge Fotografie fordert Uns als Fotografen deutlich mehr!

M. Krolop spricht von "FORDERND & FÖRDERND"  (Polaroid), die gleichermaßen nebenbei von statten gehen.

Fordernd: Andere Aspekt der Fotografie treten in den Vordergrund, die beachtet werden müssen
Fördernd: Im Sinne, sich mehr Gedanken im vorraus zu machen

Wenn Wir Analoge Fotografie charakterisieren sollen, wären vermutlich genau diese 2 Verben, aus meiner Sicht die wohl treffendsten.

Was haben Wir nun gemacht. Zum Einsatz kam meine ältere Canon 3000N und mein 85mm-Objektiv.
Die Einstellungen lagen bei etwa Blende 9 oder 10 und 1/125 sec auf Kodak BW 400 cn.

Canon 3000N mit Auslöser auf Stativ
komplexer Aufbau 4 harter Lichtquellen
Ein Ergebnis: (eingescannt vom Negativ - relativ schlechte Qualität, unbearbeitet bis auf leichtes schärfen)

Fühlt Euch doch auch mal ermutigt, zur Analogen Technik zu greifen. Sie schult ungemein, gerade weil jedes auslösen merklich Geld kostet. (Soll nicht heißen das digitales fotografieren nix kostet)
Vielleicht könnt Ihr uns aber auch Eure Erfahrungen im Umgang mit der Analogen Technik mitteilen. Seht ihr das wie Wir, oder vertretet Ihr eine ganz andere Meinung?

Viele Grüße,
Euer Micha

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