Freitag, 5. August 2011

Technical-1: Lichtmessung per Hand? Wieso denn das?!

Noch heute zählen externe Belichtungsmesser eigentlich zu einem Standartequipment eines jeden Fotostudio. Mit einem Knopfdruck wird die "korrekte" Blenden-Zeit-Kombination ermittelt.

Hallo liebe Blogleser und einen schönen Gruß aus München. Habt ihr Euch nicht auch ab und zu gefragt, wie es der ein oder andere Fotograf, auch schon zu Zeiten der Analogen Fotografie fertig gebracht hat, ein "optimal" belichtetes Bild zu schaffen. Und das obwohl da kein Bildschirm dran war oder ein Histogramm, dass man sofort begutachten konnte, ob die Belichtung stimmt.
Mir ging es zumindest am Anfang meiner Fotografie so. Häufig entstanden bei meinen ersten Gehversuchen viele unterbelichtete oder überbelichtete Aufnahmen, aber eben keins, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Die Antwort der Profis war denkbar einfach: sie hatten einen Handbelichtungsmesser.

"Mit dem handlichen Messgerät lässt sich die Lichtmenge exakt messen, um dann anhand des ermittelten Lichtwerts (LW) eine geeignete Zeit-Blende-Kombination abzuleiten." (Albrecht & Ginter, 2010, S. 40).

Braucht IHR sowas, oder kann man getrost auf so etwas verzichten?!
Lohnt sich die Anschaffung eines solchen meist gar nicht so günstigen Gerätes, in Zeiten von digitalen Kameras und Photoshop noch? Auf diese und andere Fragen möchten wir eingehen und eigene Erfahrungen beisteuern.

Wofür braucht man einen Handbelichtungsmesser?
Moderne Belichtungsmesser messen sowohl Dauerlicht, als auch Blitzlicht, welches ein Motiv beleuchtet oder das von ihm reflektiert wird. Der ermittelte Messwert – Blenden und Verschlusszeiten eines LW (Lichtwerts) – kann anschließend auf Eure Kamera übertragen werden. Die Lichtmessung ist der Objektmessung überlegen und um vieles verlässlicher (Dazu aber an anderer Stelle mehr ->Extra Blogeintrag).

Wie gehe ich bei einer Lichtmessung vor?
Der Belichtungsmesser wird dazu nahe an das Objekt gehalten. Dabei zeigt die markante weiße Halbkugel  (Diffuser / Kalotte) in Richtung der Kamera. Durch drücken der Messtaste, erscheinen bei neueren Geräten auf dem Display die Belichtungszeit und der Blendenwert. 
Diese Daten lassen sich beliebig "shiften", sprich bei beihalten der ermittelten korrekten Belichtung etwa zugunsten einer kürzeren Verschlusszeit oder einer kleineren/größeren Blende verändern. Die Werte übertragt Ihr dann auf eure Kamera, natürlich im manuellen-Modus (M-Modus). 
TIPP: Überprüft auch Eure ISO-Einstellung an der Kamera oder am eingelegten Film. Wir haben uns auch schon gewundert, warum unser Gerät falsch misst... ;) War natürlich nicht das Gerät, sondern eine falsche ISO-Einstellung an unserer Kamera., die WIR nicht geprüft hatten.

Dauert eine Belichtungsmessung lange?
Grundsätzlich NEIN, kann aber je nach Lichtsituation zeitaufwendig werden. Trotzdem arbeitet man im Umgang mit dem Handbelichtungsmesser langsamer, da man ja erst eine Messung durchführen muss bevor man fotografiert. So lange sich die Lichtverhältnisse aber nicht ändern, kann mit den gemessenen Werten gearbeitet werden. Dies hat für Uns große Vorteile: 
  • Zeitersparnisse bei der Nachbearbeitung
  • Stabilität der Ergebnisse (hinsichtlich der Belichtung)

Garantiert der Belichtungsmesser nun bessere Bilder?
Die Frage, lässt sich einfach beantworten: NEIN. Ein Belichtungsmesser versucht je nach Messmethode ein "korrekt"- belichtetes Bild zu ermitteln. Ob das korrekt belichtete Bild nun letztendlich von seiner Stimmung und Wirkung wirklich besser ist, bleibt jedem selber überlassen. Weiterführend empfehle ich einen Blogbeitrag von Martin Krolop (Richtig belichten). Er setzt sich dabei kontrovers mit dem Thema der richtigen Belichtung auseinander.

Wenn er keine besseren Bilder erreicht, WOFÜR braucht man ihn dann?!
Wer wie Wir Studioblitze einsetzt, oder überhaupt mit Blitzlicht arbeitet, wird einen externen Belichtungsmesser zu schätzen lernen.
Einfach und komfortabel, wissen wir schon bevor die erste Aufnahme gemacht ist, wie sich das Licht in der Aufnahme auswirkt. Es kann also schon am Bild komponiert werden, bevor wir überhaupt belichtet haben. Desweiteren kann das Blitzlicht bis in den Zehntel-Blendenbereich genau eingemessen werden - wir sparen Zeit bei der Nachbearbeitung. Arbeitet Ihr mit externen Blitzlicht, das manuell eingestellt werden muss, ist so ein Gerät sicherlich seine Anschaffung wert.

Praktisch ist so ein Gerät nicht nur bei der Lichtmessung, sondern auch bei dem gezielten Ausmessen von Bildpartien mit der Spotmeter (vorausgesetzt, das Gerät beherrscht Spotmessung). Bei gezielten Ausmessen empfiehlt sich ein Spotmesser mit 1° (das hat meines Wissens nach keine Kamera intern verbaut). Auch Kontrast-Messungen lassen sich mit Belichtungsmesser leichter durchführen, und aus mehreren Messwerten lässt sich schnell ein Mittelwert ermitteln.
Besitzer einer digitalen Spiegelreflexkamera sind aber nicht zwingend auf einen Belichtungsmesser angewiesen. So sind die integrierten Objektmessungen nicht schlecht, man muss sie nur interpretieren/verstehen lernen.

Zusammenfassung:
  • Wer mit Blitzlicht arbeitet, dem können wir so ein Gerät empfehlen
  • Wer nur mit Dauerlicht arbeitet, dem empfehlen wir sich genauer mit der Objektmessung auseinanderzusetzen.
  • Wer gezielt seine Belichtung feinfühlig steuern möchte/muss, der sollte sich so ein Gerät mal ausleihen und probieren ob es seine Arbeit nicht erleichtert.
Wie seht Ihr das? Arbeitet Ihr auch noch mit Belichtungsmesser? Was sind eure Erfahrungen im Umgang mit diesen Geräten? Wann setzt Ihr sie ein, wann eher nicht? Schreibt uns doch ganz einfach Eure Erfahrungen.

Viele Grüße,
Mario & Micha

Kommentare:

  1. Informativer Artikel... mache auch schon die ganze Zeit dran rum. Speziell bei der Blitzbelichtung und beim "mischen" mit Tageslicht ein unverzichtbares Instrument. Merci...

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  2. Even computer-savvy teenagers won't be able to detect it. Another type of keylogger uses an actual piece of hardware that needs any physical installation. Lastly the Key Demon keylogger might be used by the admin of the program. It can also be monitored. Why you ask While there are some programs that allow you to monitor your Mac secretly. Benefits: All the moves of your system in the first place. Depending on how you can remove it from the system.

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