Donnerstag, 4. Oktober 2012

Photokina 2012

„Wir waren da...“ so sollte vielleicht der Blogartikel starten, aber alles zu seiner Zeit!

Wir springen in der Zeit ein wenig zurück auf das Wochenende vor der Photokina 2012. Es ist ein heiterer Sonntag Nachmittag in Dresden. In Gedanken an die kommende Woche, entschließe ich mich Mario mal anzurufen, denn etwas in unserer Planung fehlt. Nämlich die Tage wann wir nun fahren können und wie wir unsere Tickets beziehen werden. Ein kurzer Blick auf die Internetseite lässt die Entscheidung schnell fallen, denn bei dem Rabatt via Online-Bestellung denken wir nicht lange drüber nach vor Ort die Karten zu kaufen.

Schnell wird klar, dass durch Aufträge am Wochenende der Spielraum deutlich eingeengt ist. Drum entschließen wir uns am Donnerstag loszufahren und in der Nacht wiederzukommen. Da haben wir uns ja was aufgeladen (Notiz an mich selbst: „Fällt aus beim nächsten Mal. Von wegen in der Nacht zurück...Mir tut alles weh!!!)

Es ist 03:00 Uhr am Donnerstag und der sch... Wecker läutet mich aus Phantasialand. So ein Dreck... In Gedanken KÖLN WIR KOMMEN, schlepp ich mich ins Bad. Kurz vor 04:00 Uhr hole ich Mario ab. Sein Gesicht verrät mir, dass er zwar genauso gespannt, aber auch unendlich müde ist.

Nach einem großen Kaffee kann die Fahrt dann auf der Autobahn so richtig beginnen. Gute Entscheidung, denn um diese Zeit... naja FREIE BAHN MIT MARZIPAN!! Etwa 5 Stunden später kommen wir in Köln an und meine Vermutung, dass man uns bestimmt am Parkplatz nochmal schröpft, bestätigt sich. Die erste Ernüchterung beginnt, als man mir die ersten knapp 10€ abknöpft. Soviel hab ich selbst auf der Buchmesse noch nicht bezahlt... Dringender Nachholbedarf seitens des Veranstalters... Die Hälfte tut´s doch wohl auch oder??!

„Wir sind da“... und das sogar noch vor der eigentlichen Eröffnung für die Besucher am Tag. Wie wir da so in der Schlange stehen, telefoniert schräg hinter uns ein bekanntes Gesicht. Nach seinem Telefonat spreche ich den Herrn an, warum er nicht wie die anderen scheinbar wichtigen Leute durch den gesonderten Eingang geführt wird. Es ist
Sven Doelle, der Senior Business Development Manager für die Photoshop-Produktfamilie (www.adobe.de)! In einem kurzen Gespräch sagte er uns, dass er diesmal auch nur Fachbesucher sei, da Adobe diesmal mit keinem Stand vertreten ist. Schade eigentlich...

Die Pforten öffnen sich und wir orientieren uns erst mal... Schade, dass es keinen Plan gibt, den man den Besuchern an die Hand gibt wo zumindest grob steht was wir in den Hallen vorfinden werden. Sei es drum... Also doch erkunden gehen. Es zieht uns am Anfang in die Halle 6. Im Schwerpunkt finden wir hier Möglichkeiten zur Gestaltung von Portfolio-Mappen, Büchern und Präsentationsmöglichkeiten. Und wenn ich mich recht erinnere auch einen kleinen Stand der Firma „Fotoimpex“ (http://www.fotoimpex.de/). Genau das hab zumindest ICH gesucht... nämlich einen Stand, der uns bei unseren ANALOGEN Belangen und Fragen mit Material und Fachkompetenz zur Seite stehen kann. Ausgerüstet mit jeder Menge an Infomaterial verließen wir die Halle in Richtung Blitzausrüstung, Lichtformer und Co.

Ein wichtiger Halt war der Stand der Firma California Sunbounce (http://www.sunbounce.com/), welcher mit neuen Bespannungen unsere Aufmerksamkeit auf sich zog. Von einer netten Dame, die wirklich sehr zuvorkommend und nett war, ließen wir uns direkt die neuen Beschichtungen zeigen. Ich denke unser Vorrat an Produkten wird sich wohl vervollständigen... Und als kleinen Boni haben wir auch noch persönliche Einladungen erhalten für die AFTER-Party im „THE FLASH GYM“ (http://www.the-flash-gym.com/)
zusammen mit Krolop & Gerst. Vielen Dank übrigens dafür. Wir hätten uns gerne persönlich bei der Dame nochmal bedankt... Leider ist uns der Name der Dame mit Brille entfallen (Vielleicht kennt sie ja einer...?!)

So schlichen wir nun von einer zur nächsten Halle. Unser beschränktes Zeitfenster lies nicht wirklich zu an jedem Stand mal zu schnüffeln. Also beschränkten wir uns auf wirklich interessante Angebote und ließen vieles links liegen. (Memo an mich selbst: „Das nächste Mal nehmen wir uns mehr Zeit!!!)

Vorbei an Canon und Nikon hielten wir aus reiner Neugierde mal am Stand von Hasselblad. Die Edelmarke ließ es sich wie immer nicht nehmen den Stand opulent durch eine Schönheit im Designerkleid und einen Sportwagen zu umwerben. Die neue H5D wurde uns überreicht zum Probefotografieren. Herzlichen Dank... Natürlich war es schön, so ein Geschoss mal in der Hand zu halten, aber man bekam eine 20.000 – 30.000€ Kamera wie eine Spielzeugkamera übergeben. Keinerlei Informationen und wie sollte man bitte bei dem schummrigen Licht ernsthaft die Qualitäten einer solchen Kamera erkennen. Fast schon ein wenig schade...

Kurz darauf weckte ein Vibrieren in meiner Hose meine Aufmerksamkeit. Ahja eine E-Mail-Benachrichtigung – Felix Rachor (http://blog.rachor-photography.com/) hat einen Status bei Facebook gepostet. Darin stand, dass er nachher bei PHASE ONE einen Vortrag über das Kamerasystem hält. Also nix wie hin. Danke für den informativen Vortrag und deine lockere und ehrliche Vortragsweise. Es hat uns sehr gefallen. Nebenbei kurz dem „LIGHTGUIDE“ die Hand geschüttelt. Hoffe, dass man von ihm auch bald mal wieder was zu hören bekommt.

Im zweiten Teil seines Post schrieb er, dass er die Portfolios von Besuchern der Photokina bei FotoTV begutachten und seine Meinungen dazu kund tun möchte. Was eine Möglichkeit... (Nur gut...dafür hat es sich echt gelohnt den ganzen Tag die schwere
A3-Mappe herumzuschleppen)
Mit jeder Menge Tipps, wie wir unsere Mappen und unsere Karrieren voranbringen konnten, verließen wir die Halle 4.2! An dieser Stelle nochmal ein ganz großes Dankeschön an Felix Rachor. Bist ein echt cooler Typ! An dieser Stelle hoffe ich, dass es nicht das letzte Treffen war.

Als wir kurz vor Verlassen der heiligen Hallen waren, trafen wir noch auf Blogger-Kollegen Sascha Basmer (http://bassascha.de/), der uns auch kurz von seinen Erfahrungen auf der Photokina berichtete. Ist schon komisch, wenn man einige mal in Echt treffen kann. Nach kurzem Plausch und Visitenkartentausch machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt von Köln.

Wir haben da ja noch eine Einladung ins „The Flash Gym“. Wie ich Großstadtverkehr hasse...direkt ne rote Ampel überrollt...aber es hat keiner gesehen. Nach kurzem Fußweg und komischen Blicken, ob wir hier wirklich richtig sind, haben wir dann das Studio gefunden. Vor der Tür standen schon Marc Gerst und Alex Müller und baten uns, nach kurzem Kennenlernen, direkt rein. Ein paar Getränke und Schnittchen später füllte sich das Studio mit einigen Leuten. Einige Gesichter erkannten wir sofort, andere lernten wir im Gespräch kennen. Einer von Ihnen war Tomdeluxe Fotografie. Mit ihm hatten wir einen guten Gesprächspartner am Abend. Neben ihm gab es aber noch jede Menge an nationalen und internationalen Fotogrößen, Prominenz, Modellen und Interessierten die sich im Studio tummelten (ohne sinnvolle Reihenfolge):
  • Martin Krolop
  • Marc Gerst
  • Steve Thornton
  • Heike Herden
  • Alex Müller
  • Julia Dyckerhoff
  • Timo Knorr
  • Erik Bohnenstengel
  • Bernadette Kasper
  • Guido Müllerke
  • Emiliano Leonardi
  • Paul Peregrine
  • Peter Geller
  • Tomdeluxe Fotografie
Und einige mehr... (sorry wenn ich jemanden vergessen hab, meldet euch ruhig und wir ergänzen)

Alles in allem ein sehr geiler Abend, der uns sehr viel Freude bereitet hat. Von coolen Gesprächen über jede Menge Spaß in der PhotoBOOTH von Krolop&Gerst (http://www.krolop-gerst.com/blog/). Danke an alle Beteiligten für den schönen Abend. Dies gilt jetzt auch für diejenigen, die wir jetzt in irgendeiner Form vergessen haben sollten.

Mittlerweile ist es kurz vor 24:00 Uhr und langsam sollten wir uns auf den beschwerlichen Weg nach Hause machen. Wirklich weit kamen wir durch die Müdigkeit nicht, aber ein ruhiger Parkplatz brachte die notwendige Energie zurück. Zumindest waren wir Freitag früh wieder zu Hause.
Ein wirklich anstrengender Tag lag uns in den Knochen, der aber sehr informativ war, wenn auch nicht an allen Stellen die nötige Kompetenz des Standpersonals erkennbar war.

Ein kurzes Fazit, das wir jetzt ziehen würden:
Die erhofften Fachgespräche fanden wir leider vielfach nicht an den Ständen (trifft natürlich nicht alle), sondern mit Referenten der Photokina und den Bloggern und den Gästen der Abendveranstaltung im „The Flash Gym“. Die waren dann aber auch gleich wieder so gut, dass wir uns schon jetzt auf die neuen Kontakte und die Photokina 2014 freuen.

Viele Grüße,
Mario & Micha

Montag, 16. Juli 2012

Als man...


Als man über den Einsatz von Blitzlicht, noch Schaltpläne aufzeigen musste...
Als man zur Berechnung der Tiefenschärfe noch Professor der Mathematik sein musste...
Als man über Photographie noch mehr zu sagen als zu zeigen hatte...
Als man noch nur EIN Bild in der Minute aufnehmen konnte...
Als man unter einem optimalen Fotostudio noch eine durch Glas lichtdurchflutete Atelierwohnung verstand...
Als man von Vergrößerungen und nicht von Ausdrucken sprach...
Als man noch von Plattenmaterial und nicht von Megapixeln sprach...

            ...dann hat mich wieder das Analog-Fieber angesteckt!! NEIN natürlich nicht...

Es ist Samstag Nachmittag. Der Planet brennt, die Frisur hält und meine Frau und mich zieht es nach draußen. Ein Nachmittag halt, wie viele andere auch. Und doch was Besonderes. Denn einmal im Jahr treffen sich viele der Ehemaligen des Gymnasiums in Planitz zum alljährlichen Schlossfest. An diesem Tag hat meine Frau wieder die Chance  alten Bekannten mal die Hand schütteln und mal schauen was aus der Schule geworden ist in all der Zeit.
Neben der seit Jahren nicht endenden riesigen Baustelle hat die Schule wieder einiges getan um die Gäste herzlich willkommen zu heißen. So gab es einen kleinen Flohmarkt, einen Bereich für die ganz Kleinen und ein Aufgebot an talentierten Musikern, die sich aus den Schülern der Schule zusammensetzten. Eine kleine Modenschau unterstrich dann die Kreativität der Schule, die vor allem musische und künstlerische Profile anbietet.  Bei dem zauberhaften Wetter, war es wohl aber der Eiswagen und die Getränkestände die als Publikumsmagnet aufwarten konnten...
Hinter dem Torbogen war links noch ein kleines Zelt aufgebaut. Darin zu sehen war ein kleiner Stand mit Büchern. Vermutlich alte Lagerbestände der Schulbibliothek, die nun wohl neuen Büchern weichen mussten oder nun nach langer Stehzeit ausgesondert werden sollten. Eine Kiste mit der Aufschrift „Musik & Fotografie“ zog meine Aufmerksamkeit relativ schnell auf sich und lies mich ein wenig zwischen den Büchern stöbern. Schon nach kurzer Zeit fielen mir 12 Bücher in die Hände, deren Einzelpreise zusammen, ein weiteres Betrachten ausschloss.

Ob´s als Paket wohl günstiger wird?!

Der Verantwortliche muss her... Und das schnell...

Nach einigem hin und her, sind wir uns aber dann doch recht schnell einig geworden. Schätzungsweise lagen wir bei dem Thema Photographie wohl auf einer Wellenlänge.

An ihm geht mein größter Dank. Denn dank ihm haben 9, der 12 Bücher ein neues liebes Zuhause, bei einem Liebhaber gefunden.

Das älteste Buch ist aus dem Jahre 1911, mit dem Titel „Anleitung zu photographischen Naturaufnahmen“. 2 weitere Titel sind aus 1920 und 1924 und geben praktische Anleitungen zu photographischen Aufnahmen jeder Art. Dabei werden Themen wie Kameras, Chemie, Studio betrachtet und die Arbeit mit diesen Materialien beschrieben.  
Der Großteil der Bücher ist aber aus den 50ziger Jahren und hat mittlerweile 55 und mehr Jahre auf den Buckel. Dafür ist der Zustand aber noch als gut erhalten einzustufen.














Verabschieden möchte ich mich heute mit einer photographischen Erfahrung, die man damals schon kannte und von der wir auch heute noch viel lernen können:

FLACHE BELEUCHTUNG + KNAPPE BELICHTUNG = FLAUES NEGATIV
Was waren denn EURE letzten Schätze die ihr ausgegraben habt?

Viele Grüße,

Euer Micha

Donnerstag, 3. Mai 2012

Eindrücke von der Kamerabörse Leipzig

Es ist frisch, aber der Himmel klar, als ich Mario von zu Hause abgeholt hab. Die etwa 1 ½ Stunden Fahrt verliefen eher ruhig. Aber ich schätze insgeheim, dass wir wohl beide ein wenig  angespannt waren und auf einen erfolgreichen Tag hofften. Und dabei meine ich nicht nur, dass wir vielleicht einen kleinen Schatz ausheben können oder vielleicht finden konnten, sondern dass wir uns mit Gleichgesinnten ein wenig austauschen können. 
Unsere Erwartungen waren dementsprechend hoch, da wir nun auch nicht jeden Tag zu solchen Veranstaltungen fahren. 
Von der Autobahn abgefahren führte uns das Navi in Richtung Airport-Hotel, bei dem unsere Reise durch einen merkwürdigen Unfall vorerst unterbrochen werden sollte. Nachdem wir dann das Gelände im riesigen Bogen umfahren haben führte uns das Navi auf direktem Weg  nach Schkeuditz in die Innenstadt. Doch unsere anfängliche Freude auf die Kamerabörse wurde schnell ausgebremst, denn wir fuhren von einer zur anderen menschenleeren Straße. 

Echt komisch dieses Schkeuditz...

Und ähnlich diesem ersten Eindruck verlief auch der Eintritt in die „Halle“ der Börse. Ooohhhh,  hier muss man auch vorsichtig sein, denn von einer Halle würde ich jetzt auch nicht sprechen wollen, eher von einem großen Raum. Von dem erhofften „Freunden der Photographie“ und den reichhaltigen Händlern fehlte jede Spur. Wenn letztendlich 12 Händler da waren, dann wären es aber schon echt viele gewesen. Von einem Publikumsmagneten war diese Veranstaltung leider auch weit entfernt.

Aber auch dies hielt uns nicht ab, die Halle mehrmals abzulaufen und ein wenig in den angebotenen Kameras, Zubehör, Büchern und Ähnlichem herumzuwühlen. So hätten Enthusiasten einige interessante Kameras der Firma Voigtländer, das ein oder andere BRESSA-Model oder auch die PRAKTIKA-Sammlung erweitern können. Aber auch Modelle der Firma POLAROID, welche teils in einem echt guten bis hervorragenden Zustand waren, hätten ein neues Zuhause gesucht. 
An einem der Stände haben Marios Augen Bände geschrieben. DIESES Leuchten in seinen Augen, ist sicherlich auch schon ein Stück her, hätte ihn fast verraten, dass er mit sich kämpfte. Der innere Schweinehund, vielleicht aber auch die Vernunft siegten aber über die Versuchung eine wunderbare Polaroid SX 70 doch an sich zu reißen.  

Der Schwerpunkt der Angebote war mit Sicherheit auf der ANALOGEN Technik. Aber auch Digital-Photographen hätten auf ihre Kosten kommen können. So fanden wir neben digitalen Belichtungsmessern, digitalen Nikon- und Canon-Kameras, Bücher über Photoshop, Bildbearbeitung mit Paint allerlei Nützliches und Unsinniges.

An einem der liebevoll sortierten Tische fand zumindest eine Suche für mich ein Ende; nämlich die Suche nach einem Spotmesser. (Dazu aber in einem der nächsten Beiträge mehr) Nur so viel sei verraten, es war ein echtes Schnäppchen für den Zustand dieses Modells. 
Direkt nach dem Kauf musste dieser natürlich direkt auf seine Funktion hin geprüft werden. Also gingen wir beide raus und versuchten unser Glück an den verschiedensten Aufnahmemöglichkeiten rund um den Marktplatz. Die Ergebnisse überzeugten uns sofort.

eingemessen auf Zone V und auf Zone VII korrigiert (etwa 2/3 bis 1 ganze Blende vom eingemessenem Wert)  
eingemessen auf Zone V und auf Zone VII korrigiert (etwa 2/3 bis 1 ganze Blende vom eingemessenem Wert)  
Zusammenfassend möchten wir festhalten, dass es ein von den Eindrücken geteilter Samstag war, der leider nicht in alle unsere Erwartungen erfüllte. Gerade der Austausch mit Gleichgesinnten/Profis/Sammlern/Enthusiasten/Einsteigern, der uns eigentlich sehr am Herzen lag kam ja leider gar nicht zu Stande. Trotz dieser Bilanz haben wir uns vorgenommen die nächste Kamerabörse, auf der Suche nach Schnäppchen und den erhofften Gleichgesinnten, wieder anzusteuern. 

Mittwoch, 7. März 2012

Buchtipp: FILM IS NOT DEAD


„A digital photographer´s guide to shooting film“

So lautet der Titel eines Buches, über das ich schon im Januar bei Amazon gestolpert bin.  Der Titel lässt es schon verlauten, dass es sich hierbei um ein englischsprachiges Machwerk handelt. Nur absolut keinerlei Bewertung und auch kein Kommentar eines Lesers bei Amazon unter einem neu erschienenem Werk, hinderte mich es mir direkt zuzulegen. Der Titel weckte jedoch meine Neugierde.

Dank der Bloggerin JULIA FOT ist mir das Buch dann Ende Februar wieder auf´n Schirm geholt wurden. In einem Beitrag, bei dem sie sich mit der analogen Photographie auseinander setzt und ihre Sichtweise darstellt, wird das Buch von den Autoren J. CANLAS & K. KALP als klarer Tipp herausgestellt. 

Danke, für die Einschätzung! Nun musste die Neugierde befriedigt werden und wechselte sofort auf Amazon und bestellte mir das Buch. Sehr ungewöhnlich fand ich die sehr lange Lieferzeit von knapp 14 Tagen. So lange hab ich selten auf ein Buch gewartet.
Am Montag war es dann aber soweit... Ein Päckchen „liebevoll“ in meinen Briefkasten gestopft, lies keine anderen Zustellungen mehr zu und komprimierte gleich den Restinhalt mit. Danke lieber Postbote :D
Wenigstens war der Abend gerettet und ich hatte eine sinnvolle Beschäftigung!

Ganz klar, möchte ich jetzt nicht alle Informationen wiederholen die Julia bereits geschrieben hat, sondern eher einige Infos ergänzen die mir persönlich gut gefallen haben und was mich ein wenig störte.
Was sofort positiv auffällt ist der sehr schöne Einband des Buches. Vielleicht ist es auch etwas emotionales, aber die Haptik des Einbandes und der Prägedruck des Titels haben mich positiv überrascht. Ganz im Gegensatz zu den einzelnen Buchseiten, die ich als eher dünn empfinde. Auch wenn es kein Bildband ist, hätte ich mir doch gerade wegen der vielen schönen Bilder etwas stärkeres Papier gewünscht.

Der Inhalt des Buches gliedert sich auf 271 Seiten wie folgt:

1.     The Reasons
2.     The Rules
3.     The Cameras
4.     The Film
5.     The Exposing
6.     The Backend
7.     The Personal Projects
8.     The Tutorials
9.     The Resources

Letztendlich richtet sich das Buch an die Photographen, die bisher nur digital gearbeitet haben und sich ein wenig von der „Analog-Welle“, oder dem gewissen Look der Filme angesteckt haben. Für die alten Hasen und ehemaligen Film-Photographen wird das Buch wenig Neues bereithalten – „für die ist es aber evtl. ein schönes Fotobuch mit vielen tollen analogen lebensbejaenden ;) meist farbigen Bildern.“ (J. Fot, 2012) Da kann ich JULIA nur zustimmen, denn ich sehe das auch so.

Durch die sehr lockere Art und den verständlichen Schreibstil des Autor´s fällt auch das lesen eines englischen Buches nicht sonderlich schwer. Ganz im Gegenteil! Ich konnte es gar nicht mehr weg legen.
Für alle die jetzt neugierig geworden sind stellt der Autor auch eine PDF bereit, um einen Blick ins Buch zu erhaschen. Link anklicken und E-Mail eintippen und sich die PDF zuschicken lassen.